Sonntag, 20.05.2012
 
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Venenchirurgie
 
In der Krampfaderchirurgie verschmilzt wie in keinem anderen operativen Fach die Behandlung einer mit z.T. heftigen Schmerzsymptomen einhergehenden Erkrankung mit der Forderung des Patienten nach Regulation der subjektiv empfundenen Störungen des kosmetisch-ästhetischen Empfindens. In unserer täglichen Praxis erleben wir immer wieder, dass die Krankheit "Krampfader" eher unbedeutend eingestuft wird, dagegen die kosmetische Komponente im subjektiven Empfinden deutlich hoch bewertet wird. Eine Hauptforderung der Venenchirurgie besteht in der möglichst radikalen Entfernung aller als Krampfader verifizierten Hautvenen. Die notwendige Radikalität muss aber nicht a priori zu einer Verunstaltung der Beine durch große, ungerichtet verlaufende Hautschnitte mit dem Ergebnis eines kosmetischen "Wertverlustes" führen. Wir fühlen uns hierin den schweizerischen und französischen Venenchirurgen verpflichtet, die in vielen Jahren eine Reihe kosmetischer OP-Techniken und minichirurgischer Instrumente in die Varizenchirurgie eingeführt haben.
 
Die Forderung nach möglichst kosmetischem Operieren ist aber nicht neu - bereits 1922 entwickelte Rudolf Klapp, ein Chirurg aus Berlin, ein kleines Venenmesserchen, genannt "Klappsches Saphenotom". Er verband den Einsatz dieses Messerchens mit der Forderung: "...dass die jungen Frauen nach einer Operation an den Varizen wieder ungeniert im Strandbad Wannsee flanieren gehen können..."
 
Dies ist auch unser Ziel. Wir setzen eine ganze Reihe minichirurgischer Instrumente und Naht/Klebetechniken bei der operativen Sanierung des Hautvenensystems ein. So konnten wir seit Eröffnung der alten Praxis 1997 bei über 7000 Patienten einen venenchirurgischen Eingriff erfolgreich durchführen. Unsere Komplikationsrate liegt dabei deutlich unter den Vergleichswerten unserer Fachgesellschaft.
 
Seit vier Jahren führen wir die operativen Eingriffe an den Krampfadern zunehmend mithilfe von Kathetern durch. Weltweit beginnt eine Abkehr von den radikal-chirurgischen Methoden hin zur konsequent minimalinvasiver OP-Technik. Dabei wird durch Laser- oder Radiowellenenergie im Inneren der Vene eine Kontraktion des Gefäßes und gleichzeitig eine thermisch induzierte Verklebung der Venenwand erreicht. Bisher wurde bei ca. 3.000 Beinen die Varicosis durch Laserkathetertherapie (ELVeS) behandelt. Der Wunsch unserer Patienten nach einer wenig radikalen lasergestützten Therapie steigt ständig, inzwischen wählen ca. 40 Prozent der Patienten diese Therapieform. Dem weiterhin Rechnung zu tragen, habe ich mich entschlossen, eine Kooperation mit einem ausgewiesenen Spezialisten der Venenchirurgie und nunmehr auch Kathetertherapie, Herrn PD Dr. med. habil. W. Lahl zu organisieren. Herr Kollege Lahl wird sich ab Mai 2007 SAPHENIONvascular anschliessen. Ebenfalls neue Mitarbeiterin ist ab 1.1.07 Frau Dr. U. Brüggemann, sie wird bei uns die aktuellen Verfahren der Sklerosierungstherapie von Besenreisern und Netzvenen mittels Mikroschaum anbieten. Damit wird die bisher offene Therapielücke durch eine auf diesem Gebiet ganz kompetente Kollegin geschlossen.
 
Mit diesem fachlichen Spektrum können wir unseren Patienten eine wirklich ganz individuelle Therapieplanung bei der Behandlung des Krampfadernleidens anbieten.
Wunde in der Leiste am
1. Post-OP-Tag nach Ministripping der Hauptkrampfader (v.saphena magna)
 
Kaum sichtbare Narbe in der Leiste vier Wochen nach OP.
 
Mininarbe am Innenknöchel 1. Post-OP-Tag
 
Miniinzisionen am Unterschenkel - 1. Post-OP-Tag
 
Miniinzisionen am Unterschenkel - vier Wochen Post-OP
 
* Alle operativen und interventionellen Therapien dienen der Heilung oder Befundverbesserung. Trotzdem kann es in Einzelfällen auch zu unerwünschten Nebenwirkungen oder Komplikationen kommen oder aber das Ergebnis des Eingriffs entspricht nicht Ihren Vorstellungen. In jedem Fall sprechen wir individuell mit jedem unserer Patienten vor dem Eingriff ausführlich über mögliche Nebenwirkungen oder Komplikationen. Eine Garantie für einen vollständigen Heilungserfolg ist aber medizinisch nicht möglich und juristisch nicht gefordert. SAPHENION übernimmt auf freiwilliger Basis eine Behandlungsgarantie für die RFITT.
 
 
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