Sonntag, 20.05.2012
 
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Thrombosemanagement
 
Bei SAPHENIONvascular werden Patienten mit dem Verdacht auf Thrombose oder Thrombophlebitis akut ambulant diagnostiziert und in 95 Prozent der Fälle auch ambulant betreut und therapiert. In jeder Woche kommen akut zwischen 10 und 30 Patienten mit einem thrombotischen Verschluss von Haut- oder tiefen Venen in unsere Sprechstunde.
 
Möglich wird diese hohe Rate einerseits durch eine umfassende klinisch-symptomatische Diagnoseerhebung, die andererseits an eine mehrstufige medizintechnische Diagnostik gekoppelt ist. Grundsätzlich führen wir nach der klinisch-symptomatischen Untersuchung eine Funktionsmessung Venen durch. Sollten beide Untersuchungen ohne pathologische Befunde sein. wird nur im Ausnahmefall (Thromboserezidiv) eine 3-D-Triplexsonografische Untersuchung angeschlossen. Sollte jedoch nur eine der Grundlagenuntersuchungen pathologische Befunde ergeben, folgt auf jeden Fall die Farb - oder - Bicolorsonografie der Venen, oder aber wir führen direkt in der Praxis eine Phlebographie (Kontrastmittelröntgen der Venen) durch. Die beiden letztgenannten Verfahren haben in etwa die gleiche Aussagekraft und - sicherheit, schonender ist selbstverständlich die Sonografie, die aber erst seit Einführung der Bicolorsonografie (2002) auch im Bereich der tiefen Unterschenkelvenen an Sicherheit gewonnen hat.
 
Im Wesentlichen unterscheiden wir zwei Typen von Thrombosen, die tiefe Venenthrombose (TVT) und die Thrombose der Hautvenen (Thrombophlebitis). Beide können unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Hier sei an erster Stelle die Lungenembolie genannt, die auch bei nicht adäquat behandelten Hautvenenthrombosen in 10 bis 15 Prozent der Fälle auftritt.
 
Die Behandlung der tiefen Venenthrombose erfolgt durch ein- oder mehrfache Injektion von Heparinlösungen. Die in Fertigspritzen vorliegenden Präparate können nach einer entsprechenden Anleitung in unserem Zentrum durch den Patienten selbst oder einen Angehörigen durchgeführt werden. Zusätzlich erfolgt eine umgehende Versorgung mit Kompressionsstrümpfen nach Maß im Rahmen der Sprechstunde oder eines Hausbesuches durch geschultes Fachpersonal. Neben der medikamentösen Therapie und der Kompressionstherapie steht bei uns die Mobilisierung (keine Bettruhe!) des Patienten. Allerdings ist sportliche Betätigung für die ersten zehn Tage nach Beginn der Therapie untersagt.
 
Bei der Therapie der Thrombophlebitis verfolgen wir ein strikt interventionelles Konzept. Nach Ausschluss einer tiefen Venenthrombose wird unter lokaler Betäubung des betroffenen Venenabschnitts eine Minithrombectomie über millimeterkleine Stichinzisionen durchgeführt, Anschließend legen wir einen Ethanol-Kompressionsverband an, verordnen Heparinspritzen für 10-14 Tage und empfehlen für diesen Zeitraum auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Auch hier legen wir Wert auf die Mobilisierung des Patienten.
 
Im Rahmen dieses ambulanten Behandlungskonzeptes konnten in den zehn Jahren unseres Bestehens bisher ca. 2500 Patienten mit einer Thrombose oder Thrombophlebitis erfolgreich behandelt werden. Nur in vier Fällen führte eine leichte Lungenembolie zu einer stationären Einweisung und Beobachtung. Wir haben in dieser Patientengruppe noch keinen einzigen Fall einer heparininduzierten Thrombozytopenie gesehen (H I T - Syndrom).
Phlebographische Darstellung (Venenröntgen) einer Thrombose der Unterschenkel- Knie- Oberschenkelvene am linken Bein, Unterschenkel-und Knievenen verschlossen, Appositionsthrombose in die Oberschenkelvene hinein durch fehlende effektive Thrombosetherapie - der Patient litt seit 14 Tagen unter zunehmenden Schmerzen und Schwellneigung des Unterschenkels, ohne dass es zu einer Behandlung gekommen wäre. Deshalb konnte sich die Thrombose nach zentral in die Oberschenkelvene ausdehnen (Apposition) - hohes Lungenembolierisiko!
 
* Alle operativen und interventionellen Therapien dienen der Heilung oder Befundverbesserung. Trotzdem kann es in Einzelfällen auch zu unerwünschten Nebenwirkungen oder Komplikationen kommen oder aber das Ergebnis des Eingriffs entspricht nicht Ihren Vorstellungen. In jedem Fall sprechen wir individuell mit jedem unserer Patienten vor dem Eingriff ausführlich über mögliche Nebenwirkungen oder Komplikationen. Eine Garantie für einen vollständigen Heilungserfolg ist aber medizinisch nicht möglich und juristisch nicht gefordert. SAPHENION übernimmt auf freiwilliger Basis eine Behandlungsgarantie für die RFITT.
 
 
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