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» Was sind Varizen? |
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Varizen, auch Krampfadern genannt, sind Venen mit defekten Venenklappen. Dadurch kommt es zu einer Umkehr des venösen Blutstromes in Richtung des tiefsten Punktes, des Sprunggelenkes. Insbesondere am Bein führt diese Flussumkehr zu massiver Druckerhöhung in den Venen des Unterschenkels und auch Oberschenkels. Dadurch werden die bekannten Symptome, wie Schwellung und Stauung, Schweregefühl und Ruhekrämpfe (Krampfader) hervorgerufen. |
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» Warum habe ich Varizen? |
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Behandlungsbedürftige Varizen finden sich bei etwa 20-25% aller Erwachsenen, aber auch schon Jugendliche können Varizen ausbilden. Häufigste Ursache ist eine familiäre Neigung, die schon bei Vater oder Mutter ableitbar ist. Daneben sind individuelle Faktoren, wie Gewebestruktur, Gewicht, Bewegungsmangel, aber auch Leistungssport wichtig. Auch die Einnahme von Hormonpräparaten, wie z.B. die Antibabypille, fördert die Ausbildung der Varizen. |
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» Sind Varizen vererbbar? |
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Die Neigung zu Varizen ist vererbbar, jedoch sind häufig auch äußere Faktoren (stehender Beruf) mitverantwortlich. |
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» Wenn meine Varizen entfernt werden, kann dann das Blut noch ungehindert aus dem Bein abfließen? |
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Für 95% des Blutabflusses sind die tiefen Venen verantwortlich. Diese werden von uns sorgfältig geschont. Krampfadern entwickeln sich in so genannten oberflächlichen Venen, die der Mensch für den Blutabfluss nicht benötigt. Wenn diese Venen jedoch erweitert sind und die Klappen nicht mehr schließen, fließt das Blut in umgekehrter Richtung, was den Beinen schadet.
Bei der Entfernung von Varizen achten wir streng darauf, dass nur die oberflächlichen Varizen, die unter der Haut und im Fettgewebe liegen, entfernt werden. Alle tief in der Muskulatur liegenden Varizen werden, wie bereits erwähnt, nicht operativ entfernt. Dadurch ist ein Abfluss des venösen Blutes immer gesichert. |
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» Können Krampfadern nach einer Behandlung wiederkommen? |
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Krampfadern sind eine chronische Erkrankung, die Neigung zu ihrer Entstehung wird durch einen operativen Eingriff nicht beseitigt. Deshalb können Krampfadern nach der OP in unterschiedlicher Ausprägung wiederkommen (Rezidiv).
Heute weiß man allerdings, dass eine grobe, gewebeverletzende und radikale OP - Technik die Neigung zu einem Rezidiv sogar verstärken kann. Dies ist ein wichtiger Grund, die gewebeschonenden, minimalinvasiven Katheterverfahren anzuwenden. |
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» Was passiert, wenn ich meine Krampfadern nicht behandeln lasse? |
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Die Varizenkrankheit schreitet unbehandelt auf Grund ihres chronischen Charakters immer weiter fort. Mögliche Auswirkungen sind dann neben den schon genannten Beschwerden Venenentzündungen und Hautveränderungen. Diese können über die Jahre dann zu einem "Offenen Bein" führen. Statistisch betrachtet, ist auch das Risiko, eine tiefe Beinvenenthrombose zu erleiden, vierfach erhöht. |
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» Nach welcher Operationsmethode habe ich keine Schmerzen und
kann rasch wieder arbeiten? |
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Seit 100 Jahren wird die Entfernung der Varizen, das sog. Krampfader - Stripping, als Methode der Wahl angesehen. In den letzten 10 Jahren hat aber auf dem Gebiet der Varizentherapie ein Umdenken eingesetzt. Nicht mehr die Entfernung der kranken Venenabschnitte ist nunmehr das Ziel, vielmehr werden diese Varizen mittels verschiedener Kathetertechniken von innen verschlossen. Diese Verfahren sind in der Regel deutlich schmerzärmer und auch deshalb ist die Phase der Rekonvaleszenz erheblich verkürzt. |
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» Welche Katheterverfahren gibt es und welche Vorteile bringen sie mir im Vergleich zum Krampfaderziehen? |
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Im Wesentlichen haben sich drei verschiedene Katheterverfahren, die sogenannten endovenösen kathetergestützten Okklusionstherapien, durchgesetzt.
An erster Stelle sei die Radiowellentherapie genannt mit zwei unterschiedlichen Verfahren (RFITT, Closure fast), an zweiter Stelle die Lasertherapie mit verschiedenen Wellenlängen (810nm, 980nm, 1470nm) und an dritter Stelle die chemische Okklusion mittels Mikroschaum (Ethoxisklerolschaum).
Alle Katheterverfahren verzichten auf die Entfernung der Varizen, deshalb wird das Gewebe nicht so sehr verletzt, es kommt kaum zur Ausbildung von Blutergüssen und die Schmerzintensität ist geringer. Auch die Nebenwirkungen des operativen Eingriffs, wie Nerven - und Lymphbahnverletzungen treten in wesentlich geringerem Maße auf. Nach unseren heutigen Erfahrungen ist auch die Ausprägung eines Varizenrezidivs (wiederkehrende Krampfadern) sehr viel geringer. |
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» Welche Methode empfehlen sie mir und warum? |
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Wir empfehlen gegenwärtig, nach 15 Jahren Erfahrungen mit allen bekannten OP - Techniken, die endovenöse kathetergestützte Okklusion der Varizen. Nachdem wir seit 2003 in über 3500 Fällen den Laserkatheter eingesetzt haben, favorisieren wir jetzt die bipolare Radiowelle (RFITT). Dieses Verfahren hat in unseren Augen neben einer hohen Effektivität die geringsten Nebenwirkungen bei hohem Patientenkomfort. Zum einen sehen wir nahezu keine Blutergüsse mehr, zum anderen ist die Schmerzbelastung für den Patienten im Vergleich zu den anderen Verfahren extrem gering. |
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» Wie lange dauert eine OP mittels Radiowellenkatheter? |
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Die Operation dauert zwischen 15 min und 45 min, je nachdem, ob noch variköse Seitenäste mit behandelt werden müssen. |
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» Kann man bei den Katheterverfahren beide Beine gleichzeitig behandeln? |
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Ja! Das Operieren beider Beine in einer Sitzung ist möglich und wird von uns angeboten. Die Mobilisation ist dadurch in keiner Weise beeinträchtigt, der Patient kann die Praxis normal gehend verlassen. |
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» Sind bei den Katheterverfahren Hautschnitte notwendig? |
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Nein! Der Katheter wird mittels eines Führungsdrahtes durch eine Kanüle in die Vene eingeführt. Ein Hautschnitt und eine Hautnaht sind nicht notwendig. Somit ist auch ein optimales kosmetisches Ergebnis gesichert. |
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» Wie kontrolliert man den Katheter in der Vene? |
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Der Lauf und die Positionierung des Katheters in der Vene werden durch intraoperative kontinuierliche Ultraschalluntersuchung verfolgt und kontrolliert. Zum Qualitätsnachweis zählt deshalb auch eine Bilddokumentation. |
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» Welches Qualitätsmanagement sichert bei SAPHENION den Erfolg der Therapie? |
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Zum einen wird die Indikation zur OP nach dem 4 -Augen - Prinzip (Kontrolle durch zwei Ärzte) gestellt, zum anderen werden alle relevanten Daten und Bilder prä - intra - und post operativ dokumentiert und gespeichert. Des Weiteren ist SAPHENION beteiligt an der WHO - Kampagne "SAFER SURGERY SAVE PATIENTS" (Checkliste ähnlich eines Piloten) und führt daneben eigene Qualitätsstudien in Zusammenarbeit mit der Fa. CELON AG durch. Sämtliche Ergebnisse sind für unsere Patienten einsehbar. |
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» Muss ich die modernen Katheterverfahren selbst bezahlen? |
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Im Katalog der gesetzlichen Krankenkassen ist nach wie vor nur die Entfernung der Varizen, das sog. Stripping, gelistet. Deshalb kann auch nur diese operative Technik über die Krankenkassen abgerechnet werden. Alle kathetergestützen Therapieverfahren der Varizen sind Privatleistungen und müssen deshalb selbst bezahlt werden. In Einzelfällen haben einige Krankenkassen die Kosten auch schon übernommen. |
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